Habitat:

Wüsten und Offenland mit Klippen oder Felsen meist in 900-2400m, selten bis 4000m Höhe, in Israel und Jordanien auch unterhalb des Meeresspiegels (Totes Meer).

Nahrung:

Insekten und andere Wirbellose, Körner (aus Kot gepickt), Aas, menschliche Abfälle, Ektoparasiten (Kamele).
Die Nahrungssuche erfolgt am Boden, meist in (großen) Gruppen, mitunter paarweise.

Brutbiologie:

Brütet in Höhlen, Nischen oder überdachten Vorsprüngen an Klippen und Felsen. In Somalia wurden auch Baumnester gefunden (Archer & Godman 1916). Sie bilden kleine Kolonien mit einem Nestabstand von 50-200m oder brüten solitär.
Das Nest wird aus Stöcken und Zweigen gebaut, die Nestmulde aus Wolle, Haare, Kleidungsstücken und ähnlich weichem Material.
Es werden 2-6, meist 5 Eier gelegt, die grünblau sind und eine hell- oder dunkelolivebraune Sprenkelung aufweisen, die von violetten oder grauen Phasen unterlegt ist.
Die Brut wird in Israel im März-April begonnen, in Somalia und im Sudan Anfang Mai und in Kenia im Juni.
Die Brutdauer beträgt 18-20 Tage. Das Weibchen brütet allein.
Die Jungen sind nach 35-40 Tagen flügge und werden von beiden Eltern noch einige Wochen gefüttert.
Manchmal wird die Art vom Häherkuckuck (Clamator glandarius) parasitiert. Die jungen Kuckucke werfen die Wirtseier bzw. –jungen nicht aus dem Nest, sondern wachsen mit ihnen gemeinsam auf. Diese Gattung hat nur einen Eityp [im Gegensatz zum europäischen Kuckuck (Cuculus canorus)]. Die Eier ähneln also den meisten Wirtseiern nicht, werden jedoch trotzdem von den Wirtseltern nicht entfernt.

Verhalten:

Zeigt wenig Scheu vor dem Mensch. Flugspiele wurden häufiger als bei anderen afrikanischen Raben beobachtet. Manchmal sind sie in Gesellschaft von C.ruficollis (Braunnackenrabe) anzutreffen, wenn sie in Palmen rasten. Flugspiele wurden öfter beobachtet als bei C.ruficollis. Nichtbrüter leben mitunter in kleinen Gruppen und nomadisch.