Habitat:

Waldgebiete, Parks, extensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen, offene Bereich mit wenigen Bäumen sowie menschliche Siedlungen. In kultivierten Gebieten in Tibet und West-China sogar oberhalb der Baumgrenze in 5000m Höhe gefunden.
In den Überlappungsgebieten mit C.corone corone (Rabenkrähe) und C.corax (Kolkrabe) vor allem in Waldgebieten, während die anderen beiden Arten vor allem in offenen Bereichen leben. Im Überschneidungsgebiet mit C.enca (Sundakrähe) lebt sie hingegen in offenen Bereichen, während sich die andere Art in Waldgebieten aufhält.

Nahrung:

Insekten, Eidechsen, Frösche, Landkrabben, Eier, kleine Säuger, Jungvögel, Tausendfüßler, Körner, Aas und Früchte, ferner Brot, Fleisch und andere menschliche Abfälle. Mitunter wird auch Geflügel erbeutet. Manchmal folgen sie auch Karawanen.
Die Nahrungssuche erfolgt sowohl am Boden, als auch auf Bäumen und zumeist paarweise.  An guten Nahrungsplätzen sammeln sich größere Gruppen. Unverpaarte Vögel bilden lockere Trupps.

Brutbiologie:

Die Nester werden einzeln in Bäumen errichtet, vorwiegend sehr hoch über dem Boden. Dabei werden Kiefern und Tannen bevorzugt. Beide Geschlechter sammeln Material und bauen.
Das Nest besteht aus Stöcken und Zweigen. Die Mulde wird mit Haaren, Wolle, Fasern, feinen Wurzeln und ähnlichem Material ausgepolstert. Haare und Wolle werden auch von lebenden Schafen und Rindern gesammelt.
Der Nestbau beginnt meist 2 Monate vor der Eiablage.
Es werden 3-5 Eier gelegt. Diese sind von blaugrünem bis hellblauem Grundton mit schwarzbrauner, olivbrauner oder grauer, selten mit fehlender, ausnahmsweise mit rotbrauner Tüpfelung und Sprenkelung. Sie sind größer als die von C.splendens (Glanzkrähe). Die Brutdauer beträgt 17-19, zumeist 18 Tage.
Die Brut wird meist im zeitigem Frühjahr begonnen, in Indien zwischen Dezember und April, nördlich des Ganges sowie in Assam und Burma später, in Japan im März auf Honshu und im April bis Juli auf Hokkaido. Des öfteren wurde auch das Männchen brütend gesehen, hauptsächlich jedoch das Weibchen.
Die Art wird oft vom
Koël (Eudynamis scolopaceus), einem Kuckuck, parasitiert.
Frischgeschlüpfte Junge sind zart fleischfarben und nackt. Die ersten Federn wachsen nach 2-3 Tagen.
Kuroda (1969) beobachtete, das zwei Junge 19 Tage nach Verlassen des Nestes den Eltern zum Gemeinschaftsschlafplatz folgten und ab da nicht wieder zum Nest zurückkehrten.

Verhalten:

In menschlichen Siedlungen sind sie wenig schreckhaft. Manchmal schlafen größere Gruppen zusammen.
Beim Flug häufige Gleitphasen, besonders in Bergregionen schrauben sie sich in große Höhen und nutzen die Thermik zum Gleiten.